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ZEHN JAHRE "BUXTEHUDER HELFEN"
In Buxtehude muss keiner verhungern

Autor: Susanne Laudien
aus Buxtehude 

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sla. Buxtehude. Der Name ist Programm: "Buxtehuder helfen e.V." setzt sich seit nunmehr zehn Jahren für sozial benachteiligte Menschen in Buxtehude ein. "Helfen ist ganz einfach, jeder tut das, was er am besten kann", sagt Vorsitzende Vera Möller. Sie war ehrenamtliches Gründungsmitglied der Buxtehuder Tafel. Als die Diakonie vor über zehn Jahren die Schirmherrschaft übernahm und Neuerungen einführte, gründeten einige langjährige Helferinnen und Helfer im Januar 2012 ihren eigenen Verein, der Bedürftigen hilft.
Hilfe bei Behördengängen, Wohnungssuche und Anträgen wurden seitdem geleistet. Flohmärkte sowie Ausflüge für Kinder organisiert. Jeden ersten Dienstag gab es vor der Corona-Pandemie von 14 bis 16 Uhr Kaffee und Kuchen für Bedürftige in einem Raum der FaBiZ. Wie wichtig dieser Treffpunkt zum Austausch und für Gespräche auch über Ängste und Nöte der Besucher ist, zeigte sich den Vereinsmitgliedern gerade jetzt, wo durch die Pandemie der Kontakt dort nicht möglich ist. Weiterhin rollen aber die beiden Lieferfahrzeuge des Vereins, die aus Spenden angeschafft wurden, und mit denen die ehrenamtlichen Mitglieder zweimal in der Woche Lebensmittel in Supermärkten, Bioläden und einem Hofladen in Immenbeck abholen, um sie dienstags in der Innenstadt, mittwochs in Heitmannshausen und freitags in Buxtehude-Süd an bedürftige Familien vor Ort zu verteilen. Die Liste der Familien, die dazu einen Hartz-IV-Bescheid oder einen Bedürftigkeitsnachweis benötigen und eine Gebühr von drei Euro zahlen, ist lang. "Bis zu 80 Familien versorgen wir inzwischen", sagt Vorstandsmitglied Ralf Dehde, der seit 2018 dem Verein angehört. Seinen guten Kontakten, etwa zum Buxtehuder Marktkauf und zur Stadt Buxtehude, ist es zu verdanken, dass u.a. auch Weihnachten und Silvester, das WOCHENBLATT berichtete, in der Bahnhofstraße vorübergehend eine Abholstation für Lebensmittel eingerichtet werden konnte, die sehr gut angenommen wurde. Auch die Aktion "Kauf ein Teil mehr" bei Marktkauf brachte wieder erfreuliche Spenden für Bedürftige. Und die Weihnachtsmann-Aktion für Kinder, bei der zuletzt bis zu 100 Kinder beschenkt wurden, sorgte für leuchtende Augen bei den Beschenkten. "Es macht Spaß, etwas Gutes zu tun", sagt Vera Möller zu ihrer Motivation. Einziger Geburtstagswunsch der Mitglieder zum Zehnjährigen: "Wir können immer helfende Hände gebrauchen." Die geplante Geburtstagsfeier für die Mitglieder von "Buxtehuder helfen" wurde aufgrund der aktuellen Corona-Lage als Grillfest in den Sommer verlegt. www.buxtehuder-helfen.de.
Spendenkonto: Buxtehuder helfen e.V., Sparkasse Harburg-Buxtehude, IBAN: DE25 2075 0000 0090 2810 31.

Stationäre Lebensmittelausgabe 

Buxtehuder helfen e.V. im Begegnungscafe in der Bahnhofstraße

 

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 Vera Möller (v.li.), Thomas Nitsche, Jutta Orlik, Gudrun Petschke und Ralf Dehde im Begegnungscafé in der Bahnhofstraße  Foto: Michael Müller                                             hochgeladen von Susanne Laudien

 

sla. Buxtehude. Der Verein „Buxtehuder Helfen“ sammelt mehrfach in der Woche Lebensmittel bei Supermärkten und Bio-Läden und verteilt diese dreimal in der Woche auf festen Routen an Bedürftige in deren Wohnquartieren.
"Vor Weihnachten und zu Silvester machten wir es anders und gaben die Waren stationär aus", so Ralf Dehde, 2. Vorsitzender des Vereins. Grund dafür: Der Verein erhielt die Waren erst kurz vor Verkaufsschluss. Aufgrund der Corona-Regeln musste der Verein, der letztes Jahr zur Verteilung die Begegnungsstätte Hoheluft nutzte, diesmal auf das Begegnungscafé in der Bahnhofstraße ausweichen. „Wir freuen uns, dass wir diese Alternative dank Unterstützung der Hansestadt Buxtehude erhalten haben", sagt Schriftführer Jens Mathias.
Nachdem der Verein bereits in der Vorweihnachtswoche Geschenke an rund 100 Kinder in den Wohnquartieren verteilt hat und für ein reichliches Warenangebot für ein Festessen sorgte, wurden auch zu Silvester wieder etliche Familien mit Lebensmitteln versorgt. „Das ist eine ganz wichtige Unterstützung für diejenigen, die wenig haben und nicht mobil sind“, sagt Vorstandsmitglied Vera Möller. Aber auch in vielen anderen Fällen springt der Verein schnell und wirksam mit Hilfen ein, etwa nach dem Brand in der Asylbewerberunterkunft im Frühjahr. Der Verein unterstützt auch in anderen Notlagen und veranstaltet zum Beispiel Ausflüge für Kinder.